"ÜBLE STIMMUNGSMACHE"
Dass die Gewerkschaften schon seit Anfang diesen Jahres versuchen, unserer Branche ein maximal schlechtes Image zu verpassen, daran haben wir uns mittlerweile gewöhnt. Dass wir nun aber zum schwarzen Peter der Nation werden sollen, lassen wir uns nicht gefallen.
Die Woche fing gut an – am Montag ein Bericht in der ARD „Leiharbeit undercover“, ein völlig tendenziöser und realitätsferner Bericht über angebliche Vorgehensweise von Zeitarbeitsfirmen. In meinen Augen eine an den Haaren herbeigezogene Geschichte und niemals Praxis von seriös arbeitenden Firmen.
Außerdem wurde in der überwiegenden Zeit über eine Tätigkeit als Erntehelfer berichtet und nicht von einer Anstellung bei einem Personaldienstleistungsunternehmen.
Schade, dass es keine Berichte über die „Vorzeigeunternehmen“ im Fernsehen gibt. Personaldienstleister, bei denen Mitarbeiter schon über 10 Jahre beschäftigt sind und glückliche und zufriedene Arbeitnehmer darstellen. Dass es bei uns unzählige Beispiele von Mitarbeitern gibt, die Übernahmeangebote unserer Kunden ausgeschlagen haben weil sie bei uns finanziell besser gestellt sind – so etwas wird nicht berichtet!
Gestern Abend kam eine Berichterstattung bei dem Radiosender SWR 3. Es ging um „die armen Leiharbeiter“. Bei Ford wurden einige externe Mitarbeiter aufgrund der schlechten Auftragslage abgemeldet und der interviewte Zeitarbeiter erzählte, dass er 2 Jahre über ein Zeitarbeitsunternehmen bei Ford gearbeitet hat und nun, nachdem er abgemeldet wurde, sofort die Kündigung erhalten hätte. Das ist NICHT die Praxis ALLER Personaldienstleister.
Es gibt auch Firmen mit Verantwortungsbewusstsein. Firmen, denen klar ist, dass hinter jedem einzelnen Mitarbeiter eine Existenz, eine Familie und viel mehr steckt.
Wir sind mittlerweile so gut aufgestellt dass wir sehr viele Branchen abdecken und somit die schwierigen Zeiten in der Automobil- und Automobilzulieferbrache einigermaßen ungeschoren überstehen können. Wir werden uns sicher nicht sofort von sehr guten und sehr qualifizierten Mitarbeitern trennen nur weil sie auftragsbezogen im Moment abgemeldet werden. Wir nehmen unsere Pflicht, die Mitarbeiter in einsatzfreien Zeiten zu bezahlen, sehr ernst und bei uns steht immer noch der Mensch im Vordergrund.
Sylvia Selinger
Geschäftsführerin der acrobat GmbH










